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AnamneseArchiv der Psychologie

Mindestens zwei Zeichen

Ordner 08 / 10 · drei Akten · 1936–1961

Lernen & Persönlichkeit

Zwischen dem Reflexbogen des Behaviorismus und der Deutungskunst der Psychoanalyse liegt die Frage, die diesen Ordner trägt: Was macht einen Menschen zu diesem Menschen — und wie ändert sich das? Allport gab der Persönlichkeitsforschung ihr Vokabular und ihre Grundregel, dass Motive sich von ihren Ursprüngen lösen; Festinger zeigte, dass wir unsere Überzeugungen an unser Handeln anpassen und nicht umgekehrt; Bandura bewies, dass man lernt, indem man zusieht, und machte aus dem Zutrauen zur eigenen Wirksamkeit die meistgemessene Größe der Psychologie.

Alle drei Akten handeln von derselben Bewegung: vom Verhalten zurück in die Person, ohne die Prüfbarkeit an der Tür abzugeben. Aus ihnen stammen die Werkzeuge, mit denen Therapie, Pädagogik und Gesundheitsforschung heute arbeiten.

Für das Archiv ist dieser Ordner der Prüfstand der mittleren Reichweite: kleine, scharf gefasste Behauptungen, die man wiederholen kann — und die Replikationskrise hat genau hier zugeschlagen und zugleich das Meiste stehen lassen.

  1. Akte 026Gordon AllportTrait-names, A psycho-lexical study (1936)Teilweise repliziert
  2. Akte 027Leon FestingerCognitive consequences of forced compliance (1959)Teilweise repliziert
  3. Akte 028Albert BanduraTransmission of aggression through imitation of aggressive models (1961)Teilweise repliziert